Freitag, der 20.01.2017

Portugal - mehr als die Algarve

Portugal, das westlichste Land Europas, macht es seinen Besuchern leicht, das Herz des Landes zu entdecken. Portugals größtes touristisches Kapital ist und bleibt jedoch der Ozean, der die tausend Kilometer lange Küste umspült.

Die Regionen im Norden und Süden des Landes unterscheiden sich zum Teil sehr, wer nur die Algarve kennt, weiß nichts von der wilden Schönheit der Westküste, die auch heute noch über weite Strecken unberührt ist. Hier findet man noch menschenleere Strände und Felsabstürze von grandioser Einsamkeit.

Der Süden, das weich geschwungene Land ist charakterisiert durch seine vielen Felder mit uralten Korkeichen und Olivenbäumen. Auf den Anhöhen leuchten weiße Städtchen mit viel zu groß erscheinenden Burgen.

Im Norden Portugals regnet es reichlich. Man reist hier durch üppige Landschaften, mittelalterliche Städtchen und verlorene Dörfer. Hier findet man wenige Hotels, dafür aber um so mehr restaurierte Herrenhäuser, die dazu ausgestattet wurden, Touristen zu empfangen. Die Menschen in diesem Teil Portugals waren eher arm, daher aber findig in der Kunst, aus wenigen Zutaten etwas zu erschaffen. Deshalb stehen Brotsuppen und Eintöpfe heute noch in jedem Feinschmecker-Restaurant auf der Karte. Eines der Geheimnisse portugiesischer Küche sind die vielen Kräuter, allen voran Koriander und Minze.

Lissabon, die Hauptstadt mit ihren knapp zwei Millionen Einwohnern, ist die pulsierende, alles beherrschende Metropole in Portugal. Mit der "Kulturhauptstadt Europas 1994" und der EXPO '98 erlebte Lissabon die größte urbane Revolution seit dem Erdbeben von 1755. Seit der EXPO befindet sich im neuen Stadtteil Expo-Urbe das größte Aquarium der Welt, in dem das Leben auf dem Meeresboden exakt nachgebildet wurde.

Etwas außerhalb der Stadt befindet sich Belém, ein ehemaliges Hieronymitenkloster mit gigantischen Ausmaßen, Harmonie und Verzauberung: Eines der schönsten Baudenkmäler der Welt gehört seit 1983 auch zum Weltkulturerbe.

Die Algarve, gilt als Europas schönste Küste. Mit ihren wildzerklüfteten, senffarbenen Steilküste, den bizarren Felsskulpturen mitten im tiefblauen, grünschimmernden Atlantik bietet sie dem Urlauber ein einmaliges Naturschauspiel. Hier findet man eine reichliche Auswahl an Aktivitäten und Sehenswürdigkeiten.

Wesentliche Elemente portugiesischer Traditionen sind die Musik und die Baukunst. Hervorstechendes Kennzeichen vieler älterer Bauten sind die Azulejos, glasierte, meist blauverzierte Keramikplatten, wie man sie noch häufig in Lissabon antrifft. Die Keramikplatten werden seit dem 15. Jahrhundert als Wandverkleidung verwendet.

Im 16. Jahrhundert entwickelte sich ein besonderer Baustil, die Manuelinik. Deren Merkmal sind gedrehte Säulen sowie die Darstellung von Wasserpflanzen und Tauen als Zierat.

Quelle: pairola-media.com


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Lissabon - Fakten und Geschichte

Name: Abgeleitet vom lusitanischen "olissipo", das seinen Ursprung im phoenizischen Wort "allis ubbo" hat und "entzückende Bucht' bedeutet.

Lage: Etwa in der Mitte Portugals (9 Grad 10'westlicher Länge, 38 Grad 43' nördli­cher Breite, etwa auf der Höhe von Athen) am nördlichen Ufer des Tejo­ Flusses, zirka 17 km von dessen Mündung in den Atlantik entfernt.

Größe: Portugals Hauptstadt erstreckt sich auf einer Fläche von rund 85 qkm. Das Gebiet von 'Groß Lissabon' umschließt rund 2750 qkm. Offiziell reicht der Verwaltungsdistrikt Lisboa im Süden bis zur Distriktgrenze von S6tubal, im Nordwesten bis zu jener von Leiria und im Osten bis Santardm.

Bevölkerung: Im Stadtgebiet von Lissabon leben derzeit rund 557.000 Menschen, im Umland rund 3,3 Millionen. In ihren Gesichtern lässt sich oftmals noch das einstige portugiesische Weltreich ablesen: sie tragen afrikanische, indische und asiatische Züge.

Geschichte: Lissabon ist seit mehr als 700 Jahren Hauptstadt von Portugal, Sitz der Regierung und Verwaltungssitz des gleichnamigen Distrikts. Begründet wurde die Stadt von den Phöniziern. Wie später die Griechen und Karthager nutzten diese schon lange vor Christi Geburt den einzigen großen Naturhafen an der iberischen Atlantikküste.'Unter Julius Cäsar erhält die inzwischen befestigte Siedlung 48 v. Chr. das volle Bürgerrecht. Germanenvölker vertreiben nach drei Jahrhunderten die Römer, ein schweres Erdbeben zerstört einen Großteil der Stadt.

Im 8. Jahrhundert beginnt die mehr als 400 Jahre währende MaurenHerrschaft. Sie bringt der Stadt eine Zeit hoher kultureller und wirtschaftlicher Blüte. 1147 erobert der portugiesische König Alfonso Henriques die Hafensiedlung und beginnt mit dem Bau der Kathedrale. Unter König Dinis (1279 1325) wächst die Stadt weiter. Die Baixa, einst ein Tejo Arm, wird trockengelegt und bebaut; die erste Universität Iberiens gegründet.

Unter Manuel I. erfährt Lissabon eine erneute Blüte; durch Gewürz und Juwelenhandel wird die Tejo Metropole zur reichsten Seehandels Metropole Europas. Das 15. und 16. Jahrhundert ist auch eine Zeit großer architektonischer Projekte: der Königspalast wird gebaut, das Kloster, der Turm von BeIdm. Als erste planmäßige Stadterweiterung entsteht das Viertel Barria Alto.

Das 18. Jahrhundert bringt neuen Reichtum, aber auch das größte und verheerendste Erdbeben in Lissabons Geschichte. Nach dem großzügigen Wiederaufbau der zu zwei Dritteln zerstörten Stadt unter dem Marquds de Pombal erfolgt bald eine erneute Erweiterung und Modernisierung.

Im 20. Jahrhundert entwickelt sich Lissabon zu einer modernen Metropole mit historischem Charme. Es wird zum wichtigsten Kreuzfahrthafen des Atlantiks und erreicht Platz fünf auf der Weltrangliste der Kongressstädte. Das Unterkunftsangebot für Gäste wächst um gut 25 Prozent.

In der jüngsten Vergangenheit macht Lissabon erneut durch großartige städteplanerische Projekte von sich reden: die Anlage des Weltausstellungsgeländes zur EXPO 1998 (heute Park der Nationen), die Sanierung des historischen Hafenareals (Docas) als Ausgehmeile und den Bau neuer Stadien zur Fußball WM 2004. Zukünftig soll das Kreuzfahrtterminal ausgebaut werden und ein Casino entstehen.

Zeit: In ganz Portugal gilt die Westeuropäische Zeit; sie liegt eine Stunde hinter der mitteleuropäischen. Da es wie in Deutschland sowohl eine Sommer als auch eine Winterzeit gibt, müssen Reisende aus Mitteleuropa ihre Uhr das ganze Jahr über in Lissabon um 60 Minuten zurückstellen.

Reisezeit: Lissabon und seine Umgebung sind zu jeder Jahreszeit ein Reise wert. Im Juli und August kann das Thermometer in der Tejo Metropole tagsüber aber durchaus bis auf 30 Grad klettern. Sintra hat ein eigenes Mikroklima, hier ist es im Sommer meist um einiges kühler als in Lissabon. An der von den Atlantikwinden gut geschützten Costa Estoril, der "Riviera" Lissabons, sind die Winter besonders mild und beständig.

Anreise: Neben der TAP Portugal, der Lufthansa und Iberia fliegen aus Deutschland auch zahlreiche Chartergesellschaften (z.B. Hapag Llyod, Air Berlin, LTU, Germanwings) Lissabons Flughafen Portela an. Er liegt ca. 13 km nordöstlich des Stadtzentrums und ist per Bus sehr gut zu erreichen. Fernzüge aus dem Norden laufen an der Esta~äo Santa Apo16nia ein, für den Süden (Algarve) ist Barreiro Zielbahnhof. Er liegt am Südufer des Tejo.

Lissabon erkunden: Die Stadt selbst kann man zu Fuß und mit öffentlichen Verkehrsmitteln erkunden: per Bus, mit der Metro (die ob ihrer vielen Kunstwerke in den Stationen selbst schon eine Attraktion ist), mit den äectricos bzw. Amarelos (Straßenbahnen), von denen einige noch ihr historisches Gewand tragen, und mit den traditionsreichen Elevadores (Standseilbahnen/Aufzügen). Die nähere Umgebung (Costal Azul, Cascais, Estoril, Sintra) erschließen die ihm Viertelstunden Takt verkehrenden Linhas (Vorortzüge) vom Bahnhof Cais do Sodrd und vom Rossio Bahnhof. Für weitere Ausflüge empfiehlt sich ein Mietwagen.

Quelle: visitlisboa / bearbeitet von pairola-media.com